Pulsar Trio in Peitz

Die Jazzwerkstatt Peitz präsentierte zum 29. Großen Fischzug am Hüttenwerk Peitz am 31. Oktober 2026 das PULSAR TRIO aus Potsdam mit Beate Wein am Flügel (und misc. keys & effects), Matyas Wolter (sitar, effects) und Aaron Christ (drums, effects). Das Pulsar Trio erforscht neuartige Wege, die Klangwelten aus Klavier, Perkussion und Elektronik zusammenzuführen. Drei musikalische Charaktere verschmelzen, lassen aber auch Raum für Inspiration. Matyas Wolter widmet sich der südasiatischen Musik. Seine Instrumente Sitar und Surbahar (Bass-Sitar) gelten als die am schwersten zu beherrschenden
Saiteninstrumente der Welt. Als komponierender Teil der Jazz-Formation Pulsar Trio findet Matyas‘ Musik auch
außerhalb der indischen Musikszene Anerkennung. Er hat sowohl Raga- als auch Jazz Alben veröffentlicht und Filmmusiken komponiert. „Ich versteh mich als Forscherin. Als Sprachforscherin. Musik ist eine Sprache“, sagt Beate Wein über ihre Arbeit als Pianistin, Komponistin, Texterin.

Mit dem neuen Album „don chi chi“ präsentierte die Band die Vielseitigkeit des Zusammenspiels. Seit fast 20 Jahren beweist das PULSAR TRIO, dass drei Instrumente, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen, eine besondere Kombination sind. Indische Sitar, Klavier und Schlagzeug verschmelzen zu einem unverwechselbaren Sound zwischen Jazz, indischer Musiktradition, Minimal Music und elektronischen Grooves. Mal virtuos und mitreißend, mal verspielt und überraschend lyrisch – aber immer voller musikalischer Ideen und mit einem bemerkenswerten Gespür für eingängige Melodien.
Matyas Wolter entlockt seiner Sitar schillernde Melodien und rasante Tonfolgen, Beate Wein am Klavier und an den Synthesizern entwickelt überraschende Harmonien, Aaron Christ gibt am Schlagzeug rhythmische Impulse. Das Trio hat über die Jahre eine musikalische Sprache, in der komplexe Rhythmen grooven.

Für Musikkritiker Stefan Franzen zählt das Pulsar Trio mit einem einzigartigen Indo-Jazz made in Germany zu den spannendsten Combos Deutschlands (Jazzthing & blue rhythm 166).

Das Trio, das sich als Weltjazzband versteht, faszinierte in Peitz mit einer sphärisch dichten Klangwelt und ließ die niedrigen Temperaturen im Festzelt vergessen.