Deutscher Jazzpreis und die Jazzwerkstatt Peitz

Die 62. Jazzwerkstatt Peitz ist in Bremen auf der Branchenmesse Jazzahad mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Festival des Jahres ausgezeichnet worden.

Peitz/Bremen.  Trommelwirbel für die 63. Jazzwerkstatt Peitz unter dem Motto „Jazz öffnet Räume – ein Festival des Aufbruchs“  – so kündigt Kuratorin Marie das Jazz-Wochenende 14. bis 16. August in der Stadt an den Fischteichen (Spree-Neiße) an. „Ich bin sehr glücklich mit dem diesjährigen Programm“, sagte sie noch vor der Abreise zur Messe Jazzahead in Bremen.

Dort war sie unter anderem als Programmgestalterin tätig – und kehrte nun als Preisträgerin zurück. Die 62. Jazzwerkstatt Peitz wurde in der Kategorie „Festival des Jahres“ ausgezeichnet worden.  Das Festival „lebte vom Aufeinandertreffen der Generationen und bot Raum für spannende Begegnungen und musikalische Experimente, eingebettet in die einzigartige Kulisse rund um das Industriedenkmal am Hüttenwerk Peitz“, heißt es in der Begründung der Jury.

„Die Auszeichnung mit dem Jazzpreis bestätigt mich, den Weg weiterzugehen, den ich nach der Staffelstabübergabe durch meinen Vater Ulli Blobel eingeschlagen habe“, sagt Marie Blobel. Erfahrungen hat sie bereits mit einer  Veranstaltungsreihe in Berlin gesammelt, für die sie auch Preise bekam. Und Marie Blobel hofft nun, dass der Deutsche Jazzpreis noch mehr Jazzfreunde neugierig macht, zum Festival in der Niederlausitz zu kommen.

Online ist das Programm bereits verfügbar – unter anderem wird mit Aki Takase eine weitere Jazz-Preisträgerin 2026 erwartet. Die Pianistin wurde in Bremen für ihr Lebenswerk geehrt. Mit Robert Landfermann (Bass) und Christian Lillinger (Schlagzeug) ist ein spannendes Trio zu erwarten.

Das Programm zum Festival in Peitz ist zu finden unter: www.jazzwerkstatt-peitz.de

Weitere Jazzpreisträger, die auch beim Peitzer Festival gute Bekannte sind (Quelle: deutscher-jazzpreis.de):

Holzblasinstrumente: Die Musik des Saxophonisten Peter Ehwald verbindet starke kompositorische Ideen mit unbändiger Spielfreude und einer Spontaneität, die atmet, riskiert, und neue Räume des Zusammenspiels sucht. Dafür arbeitet er kontinuierlich mit langjährig bestehenden Bands, ungewöhnliche Besetzungen faszinieren ihn. So ist sein Mitwirken im Ensemble ~su geprägt von offener Interaktion zwischen Stimme, Saxophon und koreanischer Perkussion. In diesem unvoreingenommenen Aufeinander zugehen erschaffen sie einzigartige Klangräume, die bislang unbekannte Sounds hörbar machen. Mit dem New Yorker Schlagzeuger Tom Rainey und seinem langjährigen musikalischen Gefährten, dem Pianisten Stefan Schultze erforscht er musikalische Zustände, die im Dazwischen liegen. Zwischen Improvisation und Komposition, zwischen Geräuschhaften und Song, zwischen Moderne und Sentiment. Im generationsübergreifenden Duo mit der Schlagzeuglegende Bill Elgart kreiert er Improvisationen, die durch Groove, Form und Spirit hervorstechen.

Lebenswerk: Aki Takase wurde in Osaka geboren und wuchs in Tokio auf. Bereits mit drei Jahren erhielt sie Klavierunterricht. Klavier war ihr Hauptfach während ihres Studiums an der Tohogakuen-Universität in Tokio. 1979 folgte ein längerer Aufenthalt in den USA, 1981 dann ihr erster Europa Auftritt mit ihrem Trio (Takeo Moriyama, Nobuyoshi Ino) mit frenetisch gefeiertem Konzert beim Jazzfestival Berlin. Anschließend kam es zu Tourneen, Konzerten und Aufnahmen mit Dave Liebman, Sheila Jordan, Cecil McBee, Lester Bowie, Fred Frith, Otomo Yoshihide, Bob Moses, Joe Henderson, Niels Henning Ørsted Pedersen, John Scofield, John Zorn, uva. In den 1990er Jahren folgten vielbeachtete Duos und Welttourneen mit der Sängerin Maria João und dem Saxophonisten David Murray. Sie bildete ein Trio mit Reggie Workman und Rashied Ali, spielte Duos mit Alex von Schlippenbach und sucht immer neue Herausforderungen in ihren Projekten von Duos bis zu Quintetten, bei denen sie gern junge MusikerInnen fördert.