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Ray Anderson’s Pocket Brass Band

Ray Anderson hat am 11. März 2020 mit seiner Pocket Brass Band vor dem Corona-Virus Shutdown im Obenkino des Cottbuser Glad Houses gespielt. Witzig, frisch, mitreißend die Performance der Musiker, die aus New York angereist waren – für eine Europatour mit dem Auftakt in Cottbus. „Eine fröhliche Band in unfröhlichen Zeiten“, kündigte Ulli Blobel von der Jazzwerkstatt die vier Musiker an. „Eine neue Phase der Jazz-Veranstaltungen an diesem Ort beginnt“, sagte er. Gemeinsam mit dem Glad House soll Jazz im Obenkino weitergeführt werden. „Es ist uns gelungen, für das nächste Jahr Gelder vom Bund zu bekommen“, so Blobel. Der Musikfonds e. V. fördert das Projekt mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Konzert in Cottbus blieb das einzige der Tour – der Corona-Virus wirft einen langen, existenzbedrohenden Schatten auf Künstler und Freiberufler.

Pressemitteilung der Deutschen Jazzunion
Wirtschaftliche Existenz vieler Jazzmusiker*innen durch Veranstaltungsabsagen wegen Coronavirus in Gefahr

+++ Jazzmusiker*innen durch Maßnahmen gegen Ausbreitung von Covid-19 in wirtschaftlicher Bedrängnis
+++ Neuser: „Verdienstausfälle sind für freischaffende Jazzmusiker*innen kaum abzufangen!“
+++ Deutsche Jazzunion fordert staatliche Kompensation und begrüßt Versprechen der Kulturstaatsministerin
 
Berlin, 12.03.2020 | Abgesagte Messen, geschlossene Konzerthäuser und auf unbestimmte Zeit verschobene Veranstaltungen: Von den staatlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus CoVid-19 in Deutschland sind nicht nur Großveranstaltungen betroffen, sondern auch unzählige Jazzspielstätten wie Clubs und Kleinkunstbühnen.
 
Gerade die überwiegend freischaffenden Akteur*innen der ohnehin unterfinanzierten Jazzszene geraten wie viele andere selbstständige Kunst- und Kulturschaffende durch absagebedingte Verdienstausfälle in wirtschaftliche Bedrängnis. Mehr als die Hälfte der Jazzmusiker*innen in Deutschland verfügen laut der von der Bundesregierung finanzierten Jazzstudie 2016 über ein Jahresbruttoeinkommen von weniger als 12.500 €, sodass auch einzelne Gagenausfälle erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Existenz haben können.
 
Nikolaus Neuser, Vorsitzender der Deutschen Jazzunion: „Die Verdienstausfälle durch staatlich angeordnete Veranstaltungsabsagen – deren Sinn wir ausdrücklich nicht in Frage stellen – sind für freischaffende Jazzmusiker*innen kaum abzufangen. Angesichts der immer noch prekären Situation vieler selbstständiger Kunst- und Kulturschaffender bringen Gagenausfälle deren wirtschaftliche Existenz in große Gefahr. Bund und Länder sind gefragt, um den Betroffenen, die wichtige Beiträge für Kultur und Gesellschaft leisten, zu helfen.“
 
Die Deutsche Jazzunion teilt die Sorgen des Deutschen Kulturrats um die Situation freiberuflicher Künstler*innen und unterstützt die Forderung nach staatlicher Kompensation z.B. in Form eines Notfallfonds. Die Aussagen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters zum Stellenwert von Kultur sowie ihr Versprechen, Künstler*innen und Kultureinrichtungen in dieser Notsituation nicht im Stich zu lassen, begrüßt die Deutsche Jazzunion und fordert konkrete Schritte der Bundesregierung. Gemeinsam mit der Allianz der Freien Künste wird derzeit eine Umfrage zu Verdienstausfällen vorbereitet. Bis dahin sollten Musiker*innen sämtliche Einnahmeausfälle individuell dokumentieren.
 
Weitere Informationen: www.deutsche-jazzunion.de, www.deutscher-kulturrat.de, www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/aktuelles/, www.jazzstudie.de

https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2?fbclid=IwAR1Bx9kKrHPTPToay8l0QYAqL3djMKdvT8jjy63S6bjZb5OA4Bs7eLyHfzg

ingrid-h.
Motivation: Für mich sind Fotos Erinnerungsschnipsel, die ich gern auch mit anderen Konzertbesuchern teilen möchte. Das eine oder andere Bild bleibt vielleicht auf diese Weise länger im Gedächtnis.
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